Sonntag, 30. November 2014

Wherever You Are - Kapitel 11

Wherever You Are 

Kapitel 11




Chloe

„Guten Morgen.“ Ich wurde von einer strahlenden Amy geweckt. „Was? Wie? Wo bin ich?“ Ich rieb mir verschlafen die Augen und erkannte dann langsam das Wohnzimmer der Jungs. „Wir sind immer noch bei den Jungs. Als ich heute Morgen aufgewacht bin, lagst du friedlich schlafend an Luke gekuschelt.“ „Ich lag was?“ Oh man wie peinlich. Mein Kopf begann sofort wärmer zu werden, dass tat er immer wenn mir etwas Unangenehmes oder was Peinliches passiert war. „Ja. Es war ganz schön schwer euch auseinander zu bekommen. Ein Wunder das du nicht wach geworden bist. Du hast dich praktisch wie ein Äffchen an ihn geklammert.“ „Nein. Bitte sag mir, dass das nicht wahr ist…Das ist ja mega peinlich.“ „Beruhig dich. Ihr lagt nur aneinander gekuschelt da. Das mit dem klammernden Äffchen hab ich doch nur gesagt um dich zu ärgern. Warte ich hab´s sogar fotografiert.“ Amy zückte ihr Handy und zeigte mir das Foto. „Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen ihr zwei seid schon seit Ewigkeiten zusammen. Das ist mega süß. Ihr werd bestimmt ein tolles Paar.“ „Stopp.“ Ich unterbrach Amys Redeschwall indem ich ihr meine rechte Hand auf den Mund legte. Irgendwie hatte sie recht, das Foto von mir und Luke hätte auch ein verliebtes Paar zeigen können. Ein Mädchen und ein Junge die total ineinander verknallt sind. Der Junge hat sich an das Mädchen geschmiegt und schützend seine Arme um ihren Körper gelegt und sie hat ihren Kopf seelenruhig auf seiner Brust liegen. Ach das ist doch alles völliger Blödsinn. Ich musste irgendwie auf andere Gedanken kommen.

„Wo sind die Jungs eigentlich?“ „In der Küche. Sie müssen gleich los zum Soundcheck. Eigentlich wollten wir dich schlafen lassen, aber daraufhin gab es Protest von Luke und Ashton. Die beiden meinten entweder fahren wir alle oder keiner.“ In meinem Kopf klingelte es. Die Jungs hatten uns gestern dazu eingeladen sie zum Soundcheck zu begleiten und am Abend sollten wir dann noch zum Konzert kommen. „Oh okay, dann sollte ich mich wohl beeilen.“ Noch etwas müde rappelte ich mich vom Sofa auf und Amy und ich gingen in die Küche. „Ah ist unsere Schlafmütze auch endlich wach, Ashton gab mir eine Umarmung und murmelte mir noch ein freundliches „Guten Morgen.“ ins Ohr. Witzig. Ashton hatte scheinbar einen Clown zum Frühstück verputzt. Nachdem Amy schon während des ersten Filmes eingeschlafen war, musste ich mir noch zwei weitere Filme reinziehen, bevor ich dann bei dem dritten von meiner Müdigkeit überwältigt wurde. Von wegen Schlafmütze. Ist doch klar, wenn man bis um halb vier wach bleibt, dass man nicht gleich wieder um acht aufsteht.

Nachdem mich auch die anderen mit einer Umarmung und einem „Guten Morgen.“ gegrüßt hatten, ging ich ins Bad um mich fertig zu machen. Ich beeilte mich, damit die Jungs nicht noch später dran waren, als sie es vermutlich eh schon sind.
So saßen wir keine zwanzig Minuten später auch schon in einem schwarzen Van, der uns direkt zum Soundcheck der Jungs brachte.

„Wow. Das ist verdammt groß.“ Amy staunte nicht schlecht als die Jungs uns die Halle, in der sie heute Abend spielen werden, präsentierten.

„Ihr seid in 10 Minuten dran.“ Vor uns tauchte auf einmal ein muskelbepackter Mann auf. Die Jungs nickten und zogen uns einmal quer durch die Halle und führten uns dann hinter die Bühne, auf die Flure in einen Raum. „Wenn ihr wollt könnt ihr hier warten. Wir sind in einer Stunde mit dem Soundcheck durch und kommen dann wieder zu euch.“ Michaels Erklärung klang vielmehr wie eine Anweisung. Trotzdem nickten Amy und ich zustimmend. „Bis gleich.“ Calum zwinkerte Amy kurz zu und verließ dann mit den anderen drei Jungs den Raum. „Was war denn das gerade?“ Ich sah Amy fragend an. „Was war was?“ Amy wusste ganz genau was ich meinte. „Das mit Calum eben…los erzähl.“ Forderte ich sie auf. „Da gibt es nichts zu erzählen…“ Amy zuckte nichts aussagend mit ihren Schultern. „Na klar. Komm schon. Bitte. Ich bin doch deine beste Freundin.“ Ich stellte meinen Bettelmodus ein, der mir so gut wie immer weiterhalf. „Ist ja gut. Er ist…nett.“ „Wie? Nur nett?“ „Okay. Okay. Er sieht verdammt gut aus, aber ich darf mich nicht in ihn verlieben.“ „Wieso nicht?“ „Mensch Chloe, wir bleiben nicht für immer in England und die Jungs müssen auch irgendwann wieder nach Hause. Und außerdem hast du doch die ganzen Mädels gesehen, die ihn angehimmelt haben. Wie soll ich da denn bitte nur den Hauch einer Chance haben?“ Amy schenkte mir ein stark betrübtes Lächeln. „Jetzt hör doch auf zu spinnen. Du bist wunderschön und außerdem glaub ich Calum steht auf dich.“ „So ein Blödsinn. Wie kommst du denn darauf?“ Sie sah mich ungläubig an. „Er versucht doch ständig mit dir zu flir…“ Während ich sprach riss jemand die Tür auf und lies mich verstummen. „Oh. Sorry. Wir wussten nicht, dass die Jungs Besuch haben.“ Oh mein Gott. Schnell blickte ich zu Amy, weil ich Angst hatte, dass sie kurz vor einem Herzinfarkt stand. Vor uns standen wahrhaftig die Jungs von One Direction.

Amy ist ein riesen Fan von den Jungs. Ich hingegen machte mir nicht so viel aus ihnen, wodurch mir das Sprechen vermutlich um einiges leichter fiel.

„Hi.“ Ich versuchte freundlich zu klingen. „Hey.“ Sagten die fünf im Chor. „Ehm ihr seid also Freundinnen von den Jungs?“ Der Junge mit den Locken starrte mich an. „Ehm ja.“ „Uh okay raus mit den schmutzigen Details. Wer knutscht mit wem?“ Dieses mal sprach der Junge mit dem gestreiften T-Shirt. „Ehm wir sind nur Freunde von den Jungs.“ Sagte ich. Unauffällig schaute ich zu Amy, doch sie saß immer noch wie versteinert auf ihrem Platz und starrte die Jungs an. „Hat unser Auftritt deiner Freundin die Sprache verschlagen?“ Der Junge mit den schwarzen Haaren deutete mit seinem Zeigefinger auf Amy. „Sie ist ein Fan und …“ „…und hätte gerne ein Autogramm.“ Amy schien wieder aufgetaut zu sein. Zu meiner Verwunderung fing sie jedoch nicht an zu kreischen sondern blieb ganz cool. „Ehm klar…“ Sagte der blonde Junge und griff in seiner Hosentasche nach einem Stift. Tragen Stars eigentlich immer Stifte mit sich rum? Amy sprang von der Couch auf und ging zu den Jungs und ließ sich von jedem ein Autogramm geben. „Was ist mit dir?“ Der Junge mit den lockigen Haaren setzte sich zu mir auf die Couch. „Was soll mit mir sein?“ Irgendwie war er mir unsympathisch, andererseits hatte er etwas total Anziehendes an sich. Kennt ihr das, wenn ihr jemanden nicht mögt, aber ihn irgendwie doch interessant findet? „Willst du denn kein Autogramm?“ „Nein, danke. Ich wüsste nicht was ich damit anstellen sollte.“ Er fing schon wieder an mich anzustarren. Irgendwie machte mich das nervös. „Wie heißt du eigentlich?“ Er hatte sein Blick nicht ein einziges Mal von mir abgewandt. „Eh…ehm…Chloe.“ „Schöner Name.“

„Kommst du Harry? Wir sind gleich dran mit Soundcheck. Mädels klar machen kannst du heute Abend noch genug.“ Der Junge mit dem gestreiften T-Shirt grinste uns frech an. „Sofort.“ Er verabschiedete sich, indem er mir schnell einen Kuss auf die rechte Wange drückte. Sobald die Jungs das Zimmer verlassen hatten, versuchte ich mir sofort das Kussgefühl von der Wange zu wischen. „Du wurdest gerade ernsthaft von Harry Styles auf die Wange geküsst, wenn ich du wäre würde ich mich nie wieder waschen.“ Amy warf sich gespielt verträumt neben mir auf die Couch. „Ihhh. Du bist echt ekelhaft.“ Wir beide fingen an zu lachen.

„Was ist denn hier so witzig?“ Calum, Michael, Ashton und Luke betraten den Raum. „Ach nichts.“

„Wieso habt ihr uns eigentlich nicht gesagt, dass ihr die Vorband von One Direction seid? Ich wäre fast gestorben, als die Jungs auf einmal vor uns standen. Die sind der absolute Hammer.“ „Haha. So langsam könntest du wieder mit dem Fangirlen aufhören, das sind doch auch bloß Jungs.“ „Sind sie nicht, sie sind perfekt.“ Amy streckte mir mit einem frechen Grinsen ihre Zunge entgegen.


„Also habt ihr die Jungs schon kennen gelernt?“ Fragte Ashton, obwohl er die Antwort schon längst kannte. „Ja, wieso?“ Ich schaute die Jungs verwirrt an. „Ach das erklärt so einiges. Wir sind ihnen gerade begegnet und Harry meinet wir sollten die zwei hübschen Mädels aus unserer Kabine heute Abend zur Aftershowparty einladen.“ „Hat Harry mich wirklich hübsch genannt?“ Fragte Amy aufgeregt. Ich fing an zu lachen. „Du bist verrückt.“ Sagte ich an Amy gerichtet, dann wand ich mich den Jungs zu. „Was für eine Aftershowparty?“ „Die findet nach jedem Konzert statt. Und es kommen die Jungs, die ganze Crew und die Voracts. Also wenn ihr Lust habt könnt ihr heute Abend nach dem Konzert mit feiern kommen. Ich würde mich freuen.“ Sagte Calum mit einem Blick auf Amy. 

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