Sonntag, 25. Januar 2015

Calum Birthday Imagine


Calum hatte mich schon vorgewarnt. Er sagte, es würde alles andere als leicht für uns beide werden und das war es nun auch. Ich checkte meine Twitternachrichten und scrollte durch die Beleidigungen, wobei ich auch ein paar Komplimente erhielt. Die guten Nachrichten retweetete ich immer und schrieb auch zurück. Das machte sie immer so glücklich, und sie freuten sich, was mir dann wiederum auch ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Ich legte mein Handy weg und fing an Stück für Stück meine Reisetasche zu packen. Morgen würde es soweit sein. Morgen hatte Calum Geburtstag und ich würde ihn endlich wieder sehen. Ich werde ihn nach dem Konzert überraschen. Ziemlich kitschig von mir, falls ihr mich fragt. Der Flug nach Amerika war ziemlich schlimm für mich. Ich hasse Fliegen. Mir war die ganze Zeit schlecht, manchmal holte mich die Angst ein und ich bekam Panikattacken. Aber jedes Mal fasste ich an mein kleines Armband, das mir Calum bei seiner Abreise schenkte, atmete tief durch und dann beruhigte ich mich und die Angst schien zu lindern.
[Calum] Heute war mein Geburtstag. Aber er war anders, viel trauriger. Sie war nicht da. Ich nahm mein Handy und sah drauf. Eine Nachricht war von ihr: „Alles Gute. Ich liebe dich.“ Ich seufzte. Wow. Das war ja mal eine Liebeserklärung.
[Du] Calum postete Bilder von seinen Geschenken auf Snapchat. Ich starrte missmutig auf meins, mein Skizzenbuch. Da waren alle meine Gedanken, Gefühle, Texte und Melodien drauf. Es bedeutete mir viel, aber je mehr ich darüber nachdachte, desto blöder wurde es. Sogar eine gute Freundin von Calum schenkte ihm was besseres als ich. Mir war zum heulen zu Mute und ich überlegte, ob ich ihn wohl noch etwas anderes kaufen könnte, aber mein Geld ging auf den verdammten Flug und auf das Hotel, in dem ich jetzt saß, aus. Ohne jegliche Vorfreude auf das Konzert, stieg ich aus meinem Bett im Hotel auf. Wie blöd war ich? Warum musste ich Calum ein gammliges Skizzenbuch machen? Bestimmt freute er sich nicht, und auf meine Nachricht hatte er auch noch nicht geantwortet. Ich zog mich an: schwarze Vans, eine schwarze Skinny Jeans und das beste Band T-Shirt das ich finden konnte. Ich kam mir so albern vor, dass ich laut auflachen musste. Ich war mir sicher, Calum hatte etwas viel besseres verdient.
Ich nahm ein bisschen von meinem restlichen Geld und sprang in ein Taxi, womit ich zum Konzert fuhr. Das Konzert war schön, und für einen Moment vergaß ich alle meine Sorgen. Die Fans sangen laut Happy Birthday für Calum und ich glaube, ich sang da wohl am lautesten mit. Dann fing Calum an zu reden: „(Dein Name), wo immer du auch bist, ich wünschte du wärst hier bei mir. Ich vermisse dich schrecklich. Jede einzelne Nacht muss ich an dich denken. Vielleicht bin ich egoistisch, wenn ich jetzt sage, dass du dein Studium schmeißen sollst und einfach mit uns auf Tour kommen sollst. Ich will nicht mehr ohne dich. Und ja Leute, ich weiß, sie kann das gar nicht hören. Sie ist gerade am Ende der Welt, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass sie im Moment nah bei mir ist. Ich liebe dich, (D/N).“ „Ich bin hier, Calum“, flüsterte ich und merkte gar nicht, wie sehr ich weinte. Ich wischte mir mit meinen Ärmel über meine nassen Augen.  Dann erfüllte Calums Engelstimme die ganze Arena. Alleine stand er dort mit einer Gitarre und sang „Wherever You Are“. Nach dem vorletzten Song verließ ich die Konzerthalle und kam hinter die Bühne mit einem VIP Pass, den Luke mir davor besorgt hatte. Als Calum von der Bühne kam, sah er mich nicht. Ich konnte mich nicht mehr halten. Alle Gefühle, alles brach in mir ein und ich rannte auf ihn zu und umarmte ihn. Ich weinte. Erst schien er nicht zu wissen, was vor sich ging, aber dann merkte ich wie seine starken Arme sich um meinen Körper schlossen. „Calum“, flüsterte ich. Ich löste mich von ihm und er nahm mein Gesicht mit seinen Händen und betrachte mich mit Tränen in den Augen.
[Calum] Fast hätte ich vergessen, wie schön sie war. Ihr Gesicht. Ihr Duft. Ihr Lächeln. „Ich liebe dich, (D/N)“, sagte ich und sie sagte ein glückliches „ich dich auch“ zurück. Ihre Stimme. Ich weinte, ich hatte sie so sehr vermisst. In anderen Momenten hätte ich mir wahrscheinlich die Frage gestellt, wie sie um Himmels Willen hier hergekommen ist, und warum sie mir verdammt nichts erzählt hatte. Aber jetzt war ich nur noch glücklich, und genoss den Moment. Ich zog sie zu mir heran und küsste sie. Und in diesem Moment schwur ich mir: nie wieder würde ich sie jemals loslassen.

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